18/06/2026 0 Kommentare
Kleine Schritte – Große Zukunft
Kleine Schritte – Große Zukunft
# sozialgenial-2025-2026

Kleine Schritte – Große Zukunft
Mein „sozialgenial“-Projekt bestand darin, als Aushilfe in der Betreuung der „Schule am Tor“ in Borken mitzuwirken. In die Schule geht jedes Kind - aber nicht jedes besucht die Betreuung. Trotzdem werden in Borken vier Betreuungsgruppen benötigt, um die Grundschülerinnen und Grundschüler der Klassen 1-4 aufzuteilen. So viele Kinder, jede und jeder mit einer ganz eigenen Persönlichkeit. Jede Woche brachte neue Abenteuer mit sich und bot die Möglichkeit, die Kinder und ihre kleine Welt besser kennenzulernen. Das war für mich einer der schönsten Aspekte dieses „sozialgenial“-Projekts.
Eine besondere Vorbereitung war nicht nötig, da ich gemeinsam mit den Kindern entschied, wie wir den Tag gestalten. In der Zeit von den Herbstferien bis zu den Osterferien sind mir die Kinder sehr ans Herz gewachsen. Auch die Betreuerinnen und Betreuer haben mich herzlich aufgenommen und mich schnell und freundlich in die Gruppe integriert. Wir haben viel zusammen gelacht und uns gut unterhalten.
Mein Alltag war größtenteils ähnlich. Mittags half ich häufig in der Hausaufgabenbetreuung aus. Gemeinsam suchte ich mit den Kindern nach Lösungen, schaute ihnen über die Schulter und versuchte, sie zu motivieren, auch mal „um die Ecke zu denken“ und Aufgaben selbstständig noch einmal auszuprobieren, während ich sie unterstützend begleitete.
Nachmittags nutzten die Kinder die Zeit zum Spielen und kamen oft auf mich zu. Gemeinsam gingen wir nach draußen, spielten, malten oder puzzelten. Durch die Kinder wurde es nie langweilig - und wenn doch, konnte man sich immer gut mit den Betreuern austauschen. Die Kinder waren sehr begeistert, verstanden sich untereinander gut und wir hatten gemeinsam viel Spaß.
Eine Herausforderung war es, alle Kinder gleichzeitig einzubeziehen, da sie sich oft darum stritten, Zeit mit mir zu verbringen. Dieses Problem konnten wir jedoch lösen. Die Kinder lernten dabei auch zu teilen, Rücksicht zu nehmen und Kompromisse einzugehen.
Es war eine besondere Erfahrung, Jahre später selbst als Hilfsbetreuer an dem Ort tätig zu sein, den ich früher als Kind besucht habe. Dabei konnte ich in Erinnerungen schwelgen und die Betreuung aus einer ganz neuen Perspektive erleben.
Mein Fazit aus diesem Projekt ist, dass Kinder sehr kreativ sind, viele Ideen haben und die Welt oft aus einer ganz anderen Perspektive betrachten als Erwachsene. Es war schön, mit ihnen zu spielen, ihnen zuzuhören und ihnen zu helfen. Die Arbeit mit Kindern hat mir viel Freude gemacht und mir gezeigt, wie wichtig Geduld, Verständnis und Offenheit im Umgang mit anderen sind.
Für mein eigenes Leben nehme ich mit, dass manche Dinge etwas gelassener betrachtet werden sollten. Kinder leben oft unbeschwerter und zeigen, wie wichtig es ist, Spaß zu haben, kreativ zu sein und den Moment zu genießen. Man sollte sich Zeit für gemeinsame Erlebnisse nehmen und manchmal einfach wieder Kind sein.
Celina Freund, 10G3
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