,,Eine Woche Abenteuer‘‘ Mitarbeit beim Arbenteurcamp von „Anorak 21“

,,Eine Woche Abenteuer‘‘ Mitarbeit beim Arbenteurcamp von „Anorak 21“

,,Eine Woche Abenteuer‘‘ Mitarbeit beim Arbenteurcamp von „Anorak 21“

# sozialgenial-2025-2026

,,Eine Woche Abenteuer‘‘ Mitarbeit beim Arbenteurcamp von „Anorak 21“

„Anorak21“ ist ein gemeinnütziger Verein in Falkenberg, der sich auf Jugend- und Kulturarbeit spezialisiert hat. Der Verein organisiert verschiedene erlebnispädagogische Projekte, darunter Kinder- und Jugendfreizeiten, Reitunterricht und eine Wohngruppe. Ziel ist es, die Kreativität, das Selbstbewusstsein und die persönliche Entwicklung von Jugendlichen zu fördern. Im Mittelpunkt steht dabei, dass junge Menschen lernen, mit Herausforderungen umzugehen und gestärkt daraus hervorzugehen. Insgesamt verfolgt „Anorak21“ den Ansatz, Jugendliche auf ihrem Weg zu selbstständigen und resilienten Erwachsenen zu begleiten.

Ich bin schon als kleines Kind im „Anorak21“-Kontext groß geworden – mit Tieren, insbesondere Pferden, Abenteuern und vielen tollen Menschen, die mich stark geprägt und in meinem Leben begleitet haben. Ich erinnere mich immer wieder gemeinsam mit meinen Freunden an die schöne Zeit, die wir auf den Abenteuercamps hatten. Jedes Mal, wenn ich daran denke, erfüllt mich große Freude, sodass ich gerne wieder ein Teil davon sein wollte – nicht mehr als Teilnehmer, sondern als Betreuer, mit den Kindern Zeit mit Tieren, z.B. mit Pferden, verbringen, zusehen, wie sie aus sich herauskommen und innerhalb einer Woche aufblühen in einem Umfeld, in dem sie sein dürfen, wer sie sind, angenommen und geliebt.

Durch meine enge Verbindung zu dem Verein verliefen die Absprachen und die Organisation sehr reibungslos. Mir wurden viele größere und kleinere Aufgaben für die Vorbereitung übertragen, die ich kreativ übernommen habe, darunter auch die Planung des Ponyworkshops.

Die Workshops haben im Oktober 2025 von Sonntag bis Freitag mit Übernachtung stattgefunden. Die Kinder konnten zwischen drei verschiedenen Freizeitaktivitäten wählen: Abenteuer-Workshop, Reit-Workshop und Bike-Workshop. Gemeinsam mit drei engen Freunden habe ich den Reit-Workshop übernommen. Dort haben die Kinder spielerisch gelernt, im Team zu arbeiten, sich um Pferde, Hühner und Schweine zu kümmern, zu reiten sowie die Arbeit mit Pferden am Boden kennenzulernen.

Wir haben jeden Tag gemeinsam die Tiere versorgt und verschiedene kreative Aktivitäten durchgeführt, wie Fotoshootings oder das Bemalen der Ponys mit Fingerfarben. Dabei gab es viele Kuscheleinheiten und viel Zuwendung für die Ponys und Freude für die Kinder.

Für viele war es das erste Mal auf einem Pferd. Mit Unterstützung und positiver Begleitung haben sich viele Kinder getraut, über sich hinauszuwachsen. Sie konnten Vertrauen in sich selbst und in das Pferd entwickeln – sei es beim Voltigieren auf dem Pferd oder einfach beim Galoppieren. Für jedes Kind gab es neue Herausforderungen, die es gemeistert hat, und die Möglichkeit, sich selbst besser kennenzulernen.

Jeder Mitarbeiter war in einem Zweierteam einem Zimmer mit vier bis fünf Kindern zugeordnet. Dort übernahm er die nähere Betreuung, war Ansprechpartner bei Problemen und half den Kindern, wenn sie Unterstützung brauchten. Am ersten Tag gab es gemeinsam einen „Zimmerabend“. Dabei kochten und aßen die Kinder zusammen und nicht wie sonst als gesamte Campgemeinschaft. Anschließend verbrachte die Gruppe auch den restlichen Abend gemeinsam.

Die Mädchen in meinem Zimmer waren zwischen 10 und 12 Jahre alt und kannten sich bereits vorher. Gemeinsam haben wir Wraps gegessen und „Smorse“ - Marshmallows mit Schokokeksen - gemacht, was bei den Kindern sehr gut ankam. Danach wurde ausgiebig gebastelt und wir haben eine Nachtwanderung gemacht.

Jeden Abend vor dem Einschlafen haben wir gemeinsam eine Top-und-Flop-Runde gemacht, in der die Erlebnisse des Tages erzählt wurden.

Ich habe „mein Zimmer“ sehr ins Herz geschlossen. Deshalb fiel uns allen der Abschied am letzten Tag besonders schwer. Nach dem bunten Abend, bei dem jedes Kind sein eigenes Talent gezeigt hat und mutig genug war, sich vor so eine große Gruppe zu stellen, Klavier zu spielen oder ein Solo zu singen, wurde noch einmal deutlich, wie sehr wir in dieser Zeit zusammengewachsen sind.

 Ich durfte lernen, wie Kinder aufblühen, wenn sie von Menschen umgeben sind, die sie unterstützen und ihnen helfen. Außerdem habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen und meine eigene Kreativität in größere Projekte einfließen zu lassen. Gemeinsam mit anderen Menschen durfte ich planen, Projekte durchführen und anschließend reflektieren. Dabei habe ich erfahren, wie wichtig Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung sind.

Es war eine sehr schöne Erfahrung, bei der ich mir gut vorstellen kann, sie noch einmal zu machen – besonders, wenn man im Team mit Menschen arbeitet, die genauso viel Freude daran haben wie ich.

Meine Befürchtung, dass es mir zu viel werden könnte, hat sich dabei nicht bestätigt.

Nele Waldeck (10G2)

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