Schule

Die Ursulinenschule als katholische Schule

„Die katholische Schule sieht den jungen Menschen in einer Ganzheit, mit Leib und Seele, mit Verstand und Willen, mit Herz und Gewissen. Diesen ganzen Menschen will sie auf das Leben vorbereiten, das vor ihm liegt.“

— Heinz Josef Algermissen,
Bischof von Fulda

1713 als Gründung der Ursulinen entstanden, ist die Ursulinenschule seit 1989 in der Trägerschaft des Bistums von Fulda.

Das religiöse Leben an der Schule basiert auf einer im Glauben an Gott gründenden Verantwortung gegenüber dem einzelnen Menschen, der Gemeinschaft und der gesamten Schöpfung.

Dem in der Grundordnung für katholische Schulen in § 3.2 genannten Grundsatz, katholische Schulen sollen für das Anliegen der Ökumene offen sein, wird in der Ursulinenschule – aufgrund der Diasporasituation –  in besonderer Weise entsprochen.

Aus unserem christlichen Selbstverständnis heraus lassen sich grundlegende pädagogische Wesensmerkmale ableiten, wie Respekt vor der Einzigartigkeit jedes Menschen, Lernen als sozialer Prozess, Erziehung zur Selbstständigkeit und Toleranz sowie die Vermittlung von Werten über die Schule hinaus.

Hieraus ergeben sich besondere Bildungs- und Erziehungsziele:

  • Wir respektieren jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit und wollen ihm helfen, sich nach dem Plan Gottes (Genesis) in Freiheit zu entfalten und sich als Individuum in Gemeinschaft mit anderen zu verwirklichen.
  • Die Erziehung an der Ursulinenschule soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, ein Leben aus dem Glauben zu führen und die Welt im 21. Jahrhundert aus christlicher Verantwortung autonom mitzugestalten und somit ein aktives Leben als Christ  zu führen.
  • Wir erkennen in unseren Schülerinnen und Schülern nicht allein die fachlichen Leistungen, sondern sehen in ihnen den ganzen Menschen.
  • In allen Fächern und den vielen Projekten der Schule (themenorientierte Projektwochen, Wandertage, Schulfeste, Konzerte und Sportveranstaltungen) erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass die Wirklichkeit viele Dimensionen besitzt und mehr ist als ihre Oberfläche. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler eine innere Einstellung entwickeln, in der Ehrfurcht und Verantwortung gegenüber sich selbst und seiner Gesundheit, gegenüber den Mitmenschen und gegenüber der Natur eine wesentliche Rolle spielen. Diese umfassen – über die Grenzen des Unterrichts hinausgehend – den Gedanken einer ganzheitlichen und aktiven Gesundheitsförderung.
  • Ziel ist es zudem, dass sich die Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Fächern nicht nur Wissen und Fertigkeiten aneignen, sondern darüber hinaus Werte und Orientierungen verinnerlichen, um ihnen so Perspektiven für eine sinnvolle Lebensführung aufzuzeigen.

Die schulpastoralen Angebote begleiten das Schulleben, miteinander feiern wir die Feste des Kirchenjahres, Morgengebete oder Morgenimpulse nehmen aktuelle Anliegen auf, religiöse Räume (Klosterkirche, Meditationsraum) dienen als Gelegenheit des Rückzugs des Einzelnen und viele Aktivitäten und Projekte zeigen diakonisches Handeln auf.

Dabei ist es wichtig, die biblischen Geschichten und deren Bedeutung für die heutige Zeit, das Kirchenjahr mit seinem Brauchtum und seiner Symbolik, religiöses Grundwissen, die Bedeutung des christlichen Menschenbildes für ethische Fragen und die Weltreligionen zu erleben.

Im Einzelnen werden auf der Basis eines christlichen Welt- und Menschenbildes folgende Erkenntnisse und Fähigkeiten angestrebt:

  • die Fähigkeit zum Staunen,
  • die Fähigkeit, eine Erscheinung als eine Ganzheit zu sehen, die in sich vielgestaltig ist und die in einem unlösbaren Geflecht mit anderen steht,
  • die Fähigkeit, über rationale, wissenschaftliche Erkenntnisse hinaus zu fragen und zu erkennen, was hinter den Erscheinungen steht,
  • das Erkennen einer Ordnung, sei es einer Gesetzmäßigkeit in der unbelebten Natur, sei es des Sinnes im menschlichen Geschehen.