Schulleben

Wer bin ich? Wo will ich hin? Was ist mir wichtig in meinem in Leben? Tage religiöser Orientierung in Künzell-Dietershausen (14.01.-16.01.2020)

Als wir von den „Tagen der religiösen Orientierung“ hörten, wussten wir nicht wirklich, was auf uns zukommen würde. Wir hatten einige Erwartungen, aber auch die Befürchtung, dass drei Tage voller religiöser Theorie vor uns stehen könnten. Als wir in der Rhön ankamen, wurden eine paar Vermutungen wahr. Ein Haus im Nirgendwo, umgeben von schöner Natur, in der man spazieren gehen und die Ruhe genießen konnte. Wir hatten nur bedingten Internetempfang. Zudem sollten wir tagsüber unsere Handys in einer sogenannten „Handygarage“ abgeben. Wir wurden von den „Schönstatt“-Schwestern des Josef-Engling-Hauses sowie der Pastoralreferentin Frau Kraus und Pater Bartek so herzlich empfangen, dass man sich sofort wohlfühlen konnte.

Zur Information: Die neun Schwestern, die in Schönstatt im Bistum Fulda leben, gehören zu einer Bewegung, deren Gründer Josef Kentenich (1885-1968) das Ziel hatte, der Kirche und dem Glauben der Christen ein neues, modernes Gesicht zu geben. Der Sitz des weltweiten Netzwerkes ist in Schönstatt bei Koblenz. Wir hatten ein sehr abwechslungsreiches Programm, das verschiedene Fragestellungen, so z.B. Wie treffe ich wichtige Entscheidungen? Welche Rolle spielt der Glaube in meinem Leben? Was ist in einer Partnerschaft wichtig? usw. beinhaltete. Wir lernten viel Neues, besonders auch in Bezug auf unsere eigene Persönlichkeit, unser Leben, das häufig von Terminen und gefühltem Zeitdruck bestimmt ist, sowie unsere (auch berufliche) Zukunft.

Ein weiterer großer Block war die Stärkung der Klassengemeinschaft. Wir haben lustige, aber auch intensive Vertrauensspiele gespielt – dabei haben wir unsere Handys nicht vermisst. Außerdem haben wir auch untereinander sehr tiefgründige Gespräche geführt, die mit Handys wahrscheinlich nicht so entstanden wären. Man hat durch viele offene Gespräche eine klarere Meinung zu gewissen Themen bekommen, und jeder fühlte sich sehr ernstgenommen.

Als Klasse hatten wir eine unglaublich schöne und prägende Zeit, die uns sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Wir können allen, die die Möglichkeit zur Teilnahme an den „Tagen der religiösen Orientierung“ bekommen, nur empfehlen: Genießt die Zeit mit eurer Klasse und nutzt sie auch für euch selbst!
Aline Knieling & Soé Dörrbecker (Klasse 10G3)