"Haltet euch an den alten Weg und lebt ein neues Leben"

— Angela Merici

Tradition

Verabschiedung von Ingeborg Rieger

Rede von Frau Ramisch

Liebe Ingeborg,

im Schuljahr 2010/2011 durftest Du Dein 40jähriges Dienstjubiläum feiern. Mittlerweile sind nochmals 7 Dienstjahre hinzugekommen. Diese Zahl von 47 Jahren spiegelt eine beachtliche Zahl an Dienstjahren wider, die nicht jedem gegönnt ist.

Im Sommer 1978 hast Du Deinen Dienst als Sportlehrerin an der Ursulinenschule angetreten. Du kannst auf eine fast 40jährige Unterrichtszeit als Sportlehrerin an der Ursulinenschule zurückblicken, die lediglich durch die Erziehungszeiten Deiner zwei Söhne unterbrochen wurde. Und – was ich erstaunlich finde – ich kann mich nicht an längere Krankheitsphasen erinnern. Toll! Das eigene Sporttreiben wie Tennis spielen oder Walken haben Dich fit und jung gehalten. Der Motor für lebenslanges Sporttreiben kann natürlich auch durch die Ehe bedingt sein. Denn der Anspruch, den eine Ehe mit einem ehemaligen Olympiateilnehmer mit sich bringt, kann durchaus einfordernd sein.

Die positive Entwicklung der Sportstätten der Ursulinenschule hast Du in diesen 40 Jahren hautnah miterlebt:

Der Sportunterricht fand im heutigen Treffpunkt statt. Sportunterricht, der aufgrund der beengten Raumgröße die Bewegungsfreiheit enorm einschränkte. Irgendwie schafften wir Sportkollegen jedoch dieses Manko durch abwechslungsreich gestalteten Unterricht auszugleichen. Auch in der alten Aula barg der Sportunterricht allein durch die freistehenden Säulen ein gewisses Risikopotential. Aber Gott sei Dank lieferte der Unterricht keine nennenswert erhöhten Zahlen für die Unfallstatistik.

Im Sommer wurde der Rasenplatz ausgiebig genutzt, und die Sportflächen wurden durch Einbeziehung der Kleingartensiedlung oder der Treppen zwischen Alt-und Neustadt erweitert, um so mit Ausdauer- und diversen Treppenläufen, die konditionellen Fähigkeiten intensiver zu trainieren.

Im Sommer 1995 wich der Rasensportplatz unserer Dreifeldersporthalle, der Außensportplatz mit Laufbahn, Sprunganlage und Freiplatz wurde gestaltet und somit waren seit 1997 die Voraussetzungen für einen optimalen Sportunterricht gelegt.

Froh warst auch Du über das Lehrschwimmbecken und Du konntest so Deinem Steckenpferd der Schwimm-AG, frönen, auch wenn es Dir aufgrund defekter Rohre in den letzten Wochen leider nicht gegönnt war die Schwimm-AG zu halten.

Bei fast allen Jahrgangsaktivitäten wie, dem Basketball- und Volleyballturnier, den Kooperationsspielen, der Spielerischen Leichtathletik sowie den Staffelspielen, hast Du engagiert mitgewirkt.

Viele Sportfeste, wie Schwimmfeste, Bundesjugendspiele, „Sport-Fun-Fete“ und „Sportsfinderday“ hast Du mitorganisiert. Als Schulsportleiter in den 80er Jahren warst Du für die Geschicke der Fachschaft Sport verantwortlich.

Schülermannschaften hast Du bei „Jugend trainiert für Olympia“ in den Sportarten Tennis und Leichtathletik begleitet und Erfolge bis hin zum Regionalsieger für die Schule verzeichnet.

Dein Anspruch war stets, die Schüler zu lebenslangem Sporttreiben zu motivieren und auch den gesundheitlichen Aspekt in den Fokus des Sportunterrichts zu stellen.

Ebenso wichtig war es Dir auch, sportliche Leistungen einzufordern. Eine Laissez-faire-Haltung war nicht Dein Ding.

Als stellvertretende Klassenlehrerin hast Du viele Klassen auf Klassenfahrten begleitet, bei Klassenfesten unterstützt und bei vielfältigen Klassenaktivitäten den Klassenlehrern unterstützend zur Seite gestanden.

Liebe Ingeborg,

wir danken Dir für Dein Engagement für die Schüler und die Schule. Ganz herzlichen Dank!

Viele Schülergenerationen werden „Rieger-Sport“ in bester Erinnerung behalten.

Wir hoffen, dass Du das Leben weiterhin bei bester Gesundheit feiern kannst.

Wir wünschen Dir für Deinen zukünftigen „Un-Ruhestand“ alles erdenklich Gute, beste Gesundheit und Gottes reichen Segen.