Schulleben

Ganz schön dumm! Theater-AG der Ursulinenschule zeigt „Frau Kaisers neue Kleider“

Emma Graap und Raquel Heil-Escobar als Modezarin Frau Kaiser

Wer möchte nicht schön, klug und berühmt sein? Die Modezarin Frau Kaiser hat diesen Wunsch und sieht sich schon in Hollywood, als drei Schneider aus der Modebranche ihr versprechen ein edles und elegantes Kleid aus einem Stoff herzustellen, den es in dieser Art noch nie gegeben hat und der für eine Weltsensation sorgen wird.

Die Theater-AG der Klassen 5 und 6 der Ursulinenschule, unter der Leitung von Lehrerin Julia Brück, führte das Theaterstück „Frau Kaisers neue Kleider“ im Treffpunkt der Ursulinenschule vor Fritzlarer Grundschülern, den 5-Klässlern und vor den Eltern auf. Die veränderte und aktualisierte Version des Märchens „Des Kaisers neuen Kleider“ begeisterte das Publikum. Drei Moderatorinnen in Glitzerwesten moderierten eine „Modeschau“ auf der Bühne. Auf einem vor der Bühne aufgebauten Laufsteg posierten zu eingespielter rhythmischer Musik Models. Ein Höhepunkt war, dass die Moderatorinnen sich vorher aus dem Publikum drei „Models“ aussuchten, die hinter der Bühne neu eingekleidet wurden und dann verschiedene Outfits unter tosendem Applaus auf dem Laufsteg präsentierten. Abgerundet wurde die Show durch eine beeindruckende Tanzchoreografie des Theaterchors.

Doch zurück zur Handlung: Über diese Modeschau kann die Modezarin Frau Kaiser, hervorragend gespielt von Raquel Heil-Escobar und Emma Graap, nur die Nase rümpfen. Sie vertraut dem Versprechen der Schneider, ist jedoch entsetzt, als sie feststellen muss, dass ihr neues Kleid gar nicht sichtbar ist. Hände reibend erklären ihr die Schneider, dass nur diejenigen das Kleid sehen können, die klug sind. Und dumm will Frau Kaiser wirklich nicht sein! Also tut sie so, als ob sie ihr Kleid sehe und lässt sich darauf ein, es auf dem Laufsteg dem Publikum vorzuführen. Kaum zeigt sie sich in ihrem „neuen Kleid“, ruft jemand, dass sie ja völlig nackt sei. Unter höhnischem Gelächter flieht die blamierte Modezarin von der Bühne.

In dem kurzweiligen und unterhaltsamen Stück zeigten die Schüler der Theater-AG in eindrucksvoller und anschaulicher Weise, wie peinlich es enden kann, wenn man anderen etwas vorspielt und wenn am Ende die „nackte Wahrheit“ aufgedeckt wird.

Martin Baumann