Öffnung der Schule

Englandaustausch

01_ukgcNach der erfolgreichen Woche, die 23 Ursulinenschülerinnen und Schüler im Mai in Ivybridge / England verbringen durften, war die Wartezeit bis zum Rückbesuch der Engländer glücklicherweise nicht allzu lang. Am Sonntagabend konnten unsere Austauschschüler wieder in die Arme geschlossen werden und frisch geknüpfte Freundschaften in der kommenden Woche vertieft.

Es stand ein abwechslungsreiches Programm an. Nachdem die englische Gruppe am Montag von Frau Ramisch und Herrn Jüngst begrüßt worden war, erhielt sie von ihren Austauschpartnern eine Schulführung. Die Gäste waren begeistert von der Weitläufigkeit und Schönheit unseres Schulgeländes, das sich doch um einiges vom Ivybridge Community College unterscheidet. Ebenso konnten erste Eindrücke vom Unterricht an unserer Schule von den englischen Schülern gesammelt werden.

Am Dienstag fand das Highlight der Woche statt: Der Besuch des Nationalparks Kellerwald-Edersee. In zwei bilingualen Gruppen lernten alle Schülerinnen und Schüler die Besonderheiten dieses einzigartigen Buchenwaldes kennen. Eine erfahrener Ranger des Nationalparks führte durch den naturbelassenen Wald, wo einige Schüler eine Fotofalle für die Wildkatzen selbst ausprobieren konnten. Im Nationalparkzentrum in Vöhl ermöglichte die interaktive Ausstellung und kompetente Begleitung durch einen Ranger weitere Einblicke in die Welt der Buchen und der Wildkatzen. Zum Abschluss wurde gemeinsam  über das neue Wissen reflektiert und erste spontane Vergleiche zum Nationalpark Dartmoor angestellt.

Am Abend gab es eine gemeinsame Feier in der Grillhütte in Nieder-Werbe, bei der sich alle weiter ganz ungezwungen beim Essen und gemeinsamen Fußballspiel oder Frisbee Werfen kennenlernen konnten. Auch ein kleiner Regenschauer zwischendurch konnte der Stimmung keinen Abbruch tun, hatte das Wetter doch den ganzen Tag gehalten.

Am Mittwoch durfte natürlich ein Besuch des UNESCO Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe und Herkules in Kassel mit den Wasserkünsten nicht fehlen. Auch an diesem Tag spielte das Wetter mit, so dass das Mitlaufen mit dem Wasser von den Füßen des Herkules bis zur großen Fontäne vor dem Schloss Wilhelmshöhe zum wahren Vergnügen werden konnte.

Auch eine Stadtführung durch Fritzlar stand für die englischen Schüler auf dem Programm, bei der sie nicht nur die Geschichte der Stadt kennenlernten, sondern sogar selbst ausprobieren konnten, wie es wohl gewesen sein muss, im Mittelalter an den Pranger gestellt oder in das Angstloch im Grauen Turm geworfen zu werden.

Am Mittwoch, Donnerstag und Freitag stand die Reflektion und Evaluation des Gelernten an. Die Schüler stellten in kleinen gemischten Gruppen Broschüren über die beiden Nationalparks, die sie auf den beiden Austauschfahrten kennenlernen durften, her. Dazu wurden fleißig Vokabeln zusammengetragen, weitere Informationen recherchiert und Fotos ausgedruckt, um die selbstgeschriebenen Texte über die Nationalparks zu veranschaulichen. Dabei entstanden sehr informative und anschauliche Produkte, die beispielhaft zeigen, wieviel die englischen und deutschen Schüler über die Natur, Kulturen und Sprachen der beiden Länder gelernt haben.

Am Samstag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Eine interessante Woche war viel zu schnell vorbei, aber viele deutsch-britische Freundschaften wurden gestärkt und interkulturelle Erfahrungen gesammelt, die den Teilnehmenden ein ganzes Leben lang bleiben werden.

Insgesamt war der erste Schüleraustausch zwischen der Ursulinenschule Fritzlar und dem Ivybridge Community College eine große kulturelle und sprachliche Bereicherung für alle Teilnehmer und kann als voller Erfolg bezeichnet werden.

Unser Dank gilt allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern und ihren Eltern, die durch ihre Hilfe und Kooperation diesen Austausch zu einem Erfolg haben werden lassen. Außerdem möchten wir uns beim Nationalparkzentrum Kellerwald-Edersee bedanken, dessen Mitarbeiter ein informatives Programm zusammengestellt und uns kompetent durch den Wald und das Zentrum geführt haben sowie Herrn Lohmann, der die Geschichte der Stadt Fritzlar lebendig werden ließ. Nicht zuletzt auch ein großes „Danke“ an die Schulleitung, die unser Projekt zu jedem Zeitpunkt in vollem Umfang unterstützt hat.

Wir freuen uns sehr darauf, in den nächsten Jahren die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen zu vertiefen und auch für kommende Schülergenerationen das einmalige Erlebnis eines Schüleraustausches anbieten zu können.

Christiane Beyer und Julia Brück

Dieses Projekt wurde unterstützt durch die “Challenge Fund“ Förderung der UK-German Connection:

www.ukgermanconnection.org