Methodencurriculum der Ursulinenschule Fritzlar

Unsere heutige Gesellschaft ist zunehmend eine Informationsgesellschaft, die durch den Begriff Digitalisierung geprägt ist. Dieser Begriff wird die Zukunft unserer Schüler entscheidend mitgestalten. Er verändert nicht nur Denkweisen, sondern auch das Leben, Lernen und Arbeiten.

Allerdings werden von den Schülern nach ihrer Schullaufbahn in unserer schnelllebigen Gesellschaft Kompetenzen gefordert, die die Digitalisierung allein nicht abbilden kann: Individualität, Kreativität und Flexibilität sowie Fähigkeiten zur Organisation. Die jungen Menschen sollen zwar global vernetzt, aber auch möglichst unabhängig sein.

Die Erwartungen der Ausbildungsunternehmen und Universitäten an die Fähigkeiten der Absolventen verändern sich rasant. Sie sollen nicht nur fachlich gut ausgebildet sein, sondern auch verstärkt über arbeitsmethodische Kompetenzen verfügen (vgl. Schnack, Jochen: Lernen mit Methode. In: Pädagogik 9/18, S.6).

Um den außerschulischen Erwartungen gerecht zu werden, gibt es seit einigen Jahren auch eine veränderte innerschulische Vorstellung von erfolgreichem Lernen. Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass nachhaltiges Lernen eine hohe Eigentätigkeit voraussetzt. Dazu benötigt es kreative Lerner in geöffneten Unterrichtsformen anstelle des Frontalunterrichts. Um den Lernprozess aktiv und konstruktiv selbst zu gestalten, benötigt man aber das entsprechende Handwerkszeug: fächerübergreifende Lern- und Arbeitsmethoden.

Diese Kompetenzen sollen die Schüler befähigen,

  • individuelles und gemeinsames Arbeiten effektiv zu gestalten,
  • Themen und Inhalte zu recherchieren und zu organisieren,
  • Sachverhalte zu strukturieren und zu visualisieren und
  • die eigene Arbeit allein und mit anderen zu reflektieren.

Um unsere Schüler bestmöglich auf die Anforderungen der Gesellschaft vorzubereiten, haben wir ein aufeinander aufbauendes Methodencurriculum entwickelt, das die Lernenden von der Klasse 5 bis zu ihrem Schulabschluss transparent begleitet. Dieses Methodencurriculum wird zunächst in den Jahrgängen 5 bis 8 ab dem Schuljahr 2019/2020 in den Klassenräumen von den SchülerInnen und ihren Lehrkräften geführt.

Gunnar Kliesch, Beauftragter für Methoden

Katrin Möbus, Pädagogische Leiterin

Stand: 06/2019