Schulleben

Mediation – Streitschlichtung – Anders streiten lernen

Seit dem neuen Schuljahr 2006/2007 existiert an der Ursulinenschule eine Steuergruppe für Streitschlichtung – auch Mediation genannt. Im Folgenden stellen wir unsere Arbeit gerne vor:

 Was ist Mediation?

Ein oder mehrere Vermittler helfen Streitenden, die freiwillig zum Schlichtungsgespräch kommen, eine für alle Parteien einvernehmliche Lösung zu finden. Da die Vermittler allparteiisch sind, geht es hauptsächlich um die Lösung des Konflikts und nicht – wie häufig üblich – um Schuldzuweisungen oder Bestrafungen. Diese Lösung wird von den Streitpartnern unter Anleitung selbst gefunden. Einvernehmlich verpflichten sich die Streitenden in einer schriftlichen Vereinbarung eigene Beiträge zur Beilegung des Streites zu leisten.

Mediation ist eine gewaltfreie und selbstverantwortliche Konfliktlösung. Die Kontrahenten können sich am Ende in die Augen sehen. Es gibt keine Streitverlierer, nur noch Gewinner.

Warum Mediation?

Konflikte und Streit gehören zu unserem Lebensalltag. Überall, wo Menschen miteinander leben und arbeiten, bleiben Konflikte nicht aus. Oft sind die Streitereien so harmlos, dass sie schnell von Kindern und Jugendlichen selbst gelöst werden können. Dennoch gibt es auch Situationen, die eskalieren und die für Kinder und Jugendliche große Bedeutung bis hin zu einer psychischen Belastung haben können: so z. B. bei Beschimpfungen, Auslachen und Hänseln, Einschüchterungen, Unterrichtsstörungen, Missachtung von Regeln usw.

Die Ursulinenschule fühlt sich ihren Schülern und deren Eltern gegenüber im besonderen Maße verpflichtet, einen konstruktiven Umgang mit Streit herbeizuführen, was eine kommunikative Streitkultur beinhaltet. Konflikte sollen nicht verdrängt oder verharmlost werden.

Streit kann nicht immer in fünf  Minuten gelöst werden. Zeit und Ruhe, Gesprächs- und Zuhörmöglichkeiten sind nötig, damit Lösungen gefunden werden.

Die Streitschlichtung unterstützt die Gemeinschaft von Schülern, Eltern und Lehrern an der Ursulinenschule, weil auch sie den ganzen Menschen in den Vordergrund stellt. In hervorragender Weise passt sie zum Schulprogramm, indem sie zum sozialen Miteinander beiträgt und die Schüler anleiten kann, auf Gewalt – sei sie physisch oder psychisch – zu verzichten. Der zentrale christliche Wert der Nächstenliebe wird transparent gelebt, weil allen Beteiligten Respekt und Verantwortung vor dem anderen und vor sich selbst verständlich werden.

 Was können wir unseren Schülern momentan anbieten?

Schüler können die unten genannten Ansprechpartner um ein Streitschlichtungsgespräch bitten. Diese Gespräche werden streng vertraulich behandelt und haben keinerlei Einfluss auf die Schulnoten.

In den Klassen 6 – 7 gibt es bereits einen Freizeitbaustein Mediation. In diesen Kursen werden Übungen gemacht, die die Kommunikationsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen stärkt und sie  befähigt, beim Streiten umzudenken, damit es erst gar nicht zur Eskalation des Konfliktes kommt.

Wer sind die Ansprechpartner?

Folgende Lehrerinnen und Lehrer wurden als Streitschlichter anhand des Bensberger Mediations-Modells (BMM) ausgebildet (in alphabetischer Reihenfolge):

Frau Arndts-Giese, Herr Blum,  Frau Lowag, Frau Schiwy-Steuber, Frau Schnaubelt, Frau Siebert, Herr Singer.

Wie soll die Mediation eingesetzt werden?

Die Mediation wird von ausgebildeten Streitschlichtern durchgeführt. Bislang sind dies die unten genannten Lehrerinnen und Lehrer.

 

Ziel der Arbeit ist es zudem, Schülerinnen und Schüler zu Streitschlichtern auszubilden. Darüber hinaus gibt es gezielte Klassentrainings, die die Basis für eine neue Streitkultur bieten.

(Die Informationen wurden mit Hilfe des Heftes Pädagogisches Zentrum Rheinland-Pfalz Bad Kreuznach (Hrsg.): „Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler  – Bensberger-Mediations-Modell (BMM) – Sekundarstufe“ -; PZ-Information 4/2004 zusammengestellt.)

 

Streitschlichterseminar Februar 2017

Streitschlichterseminar im Februar 2016

Streitschlichterseminar im April 2013