Unterricht

„Ich kann kochen!“ – Initiative für Ernährungsbildung an der Ursulinenschule

Ist es möglich, einen Boskoop von einem Jonagold zu unterscheiden oder einen Granny Smith, einen Elstar oder einen Braeburn herauszuschmecken? In einem Geschmackstest haben das die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5G3 der Ursulinenschule Fritzlar versucht. Mit verbundenen Augen warteten sie auf noch allerhand Gaumenfreuden, obgleich nicht alle gut ankamen.

Um die Geschmacksknospen zu öffnen, aßen die jungen Geschmackstester zu Beginn Ciabatta mit Olivenöl und Salz. Bereits dieser Geschmack war für einige gewöhnungsbedürftig. Doch die Neugier war geweckt: Was würde wohl noch nach und nach auf dem Probierlöffel liegen? Zum Beispiel gab es kleine Wacholderbeeren, fluffige Sahne, salzige Pistazien, lange Kokoschips („Ich kenne den Geschmack, aber die Form ist irgendwie komisch.“), scharfen Ingwer, harte Gummibärchen, sauren Zitronensaft, geruchsintensiven Basilikum, weiche Quarkbällchen, konventionellen Erdbeerjoghurt bzw. Erdbeerjoghurt ohne Zusatzstoffe („Ist das Naturjoghurt?“) oder glitschige Passionsfrucht („Das ist meine Lieblingsfrucht.“). Die herausfordernden Fragen waren: Wie beschreibe ich, was ich da im Mund fühle und schmecke? Was könnte das sein? (Und wann kommt endlich die Schokolade;-)?

Dieses Experiment wurde innerhalb des Projekts „Ich-kann-kochen!“ durchgeführt – Eine Initiative für praktische Ernährungsbildung der Sarah Wiener Stiftung und der Barmer, die diese finanziell unterstützt. Die Ursulinenschule ist seit 2016 zertifiziert als „Gesundheitsfördernde Schule“.