Schule

Gymnasium an der Ursulinenschule Fritzlar

Die Ursulinenschule Fritzlar als staatlich anerkannte Schule richtet sich in den schuleigenen Curricula nach den Schulgesetzen und Lehrplänen des Landes Hessen. Das Abitur hat die gleiche Wertigkeit wie der an staatlichen Gymnasien erreichte Abschluss.

Der gymnasiale Bildungsgang führt die Schülerinnen und Schüler zur Allgemeinen Hochschulreife. Der Unterricht leitet zur Auseinandersetzung mit komplexen Problemstellungen an und regt zu abstrahierendem, analysierendem und kritischem Denken an. Er verfolgt das Ziel, eine breite und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln. Auch die Berufsorientierungund die Hinführung zur Arbeitswelt sind feste Bestandteile, sodass den SchülerInnen am Ende der Mittelstufe ebenfalls der Weg in eine Berufsausbildung oder einen weiterführenden beruflichen Bildungsgang offensteht.

Fachliches Wissen, Erziehung, Fürsorge, Disziplin und ‚Sinn-Suche‘ stehen in einem ausgewogenen Verhältnis. Es geht nicht nur um Fächer und Inhalte geht, sondern um Menschen und Wertvorstellungen. Aus diesem Grund bedeutet Bildung in unserem Gymnasium mehr als abfragbares und messbares Wissen: Bildung umfasst die Stärkung der Schülerpersönlichkeit, die ästhetisch-kulturelle Betätigung sowie das Gefühl der Verantwortung. Die Kinder und Jugendlichen sollen Selbstvertrauen gewinnen, um sich neuen Aufgaben zu stellen, um kreativ Entscheidungen zu treffen und um im Team erfolgreich zusammenzuarbeiten. Die SchülerInnen unseres Gymnasiums erhalten in der Sekundarstufe I schrittweise die Möglichkeit zur individuellen Schwerpunktsetzung.

Gegenüber der Stundentafel des Landes Hessen ist unser unterrichtliches Angebot deutlich erweitert, damit wir die uns selbst gestellten Aufgaben erfüllen können. Folgende Beispiele vermitteln einen Eindruck:

  • Das Fach „Spielerziehung“ führt die SchülerInnen zu einer selbstbestimmten und sinnerfüllten Freizeitgestaltung.
  • Die Fächer „Textiles Gestalten“ und „Werken“ tragen zur Vermittlung feinmotorischer und kreativer Fertigkeiten bei.
  • Projektorientierte „Freizeitmodule“ fördern die Zusammenarbeit mit anderen Schülern auch aus dem Haupt- und Realschulbereich und stärken die Verantwortung für den eigenen Lernprozess.
  • Im Fach „Informationstechnische Grundbildung“ und „EDV“ werden die SchülerInnen auf den Umgang mit modernen Medien vorbereitet.
  • Klassenlehrer- und Klassenratsstunden dienen der Einübung demokratischer Verhaltensweisen.
  • Im Förderunterricht und bei der Hausaufgabenbetreuung erhalten SchülerInnen gezielte individuelle Unterstützung.
  • In Arbeitsgemeinschaften gehen SchülerInnen ihren besonderen Interessen nach.
  • „Bilinguale Module“ fördern die Kommunikationsfähigkeit in der Fremdsprache Englisch.
  • Lebenspraktische Kompetenzen werden u.a. in den Modulen „Gesundheit und Soziales“ sowie „Ökonomisches Handeln“ vermittelt.

Insgesamt fördert das neunjährige Gymnasium an unserer Schule in besonderem Maße eigenverantwortliches, selbstständiges und zielorientiertes Arbeiten. Dies wird durch ein besonderes Methodencurriculum begleitet.

Profile zur Förderung und individuellen Schwerpunktbildung

Im Gymnasium unserer Schule haben wir vielfältige Profile zur Förderung und individuellen Schwerpunktbildung unserer SchülerInnen entwickelt, z. B. im Rahmen der Begabtenförderung („Talentnetzwerk“) und der Unterstützung leistungsschwächerer SchülerInnen (Förderunterricht in den Hauptfächern). Dazu gehören ebenso die Förderung im Bereich der Fremdsprachen durch bilinguale Unterrichtsangebote, die Möglichkeit zum Ablegen von Sprachzertifikaten und die Teilnahme an außerschulischen Lernerfahrungen im In- und Ausland.

In derJahrgangsstufe 5G findet – anders als in der Stundentafel an staatlichen Gymnasien – zweistündig das Fach „ITG“ statt: informationstechnische Grundbildung. Es werden Grundkenntnisse in der Arbeit am Computer vermittelt. Die Kinder werden altersentsprechend an einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit dem Medium herangeführt und mit den Gefahren des Internets vertraut gemacht.

Das zweistündige Fach „Spielerziehung“ unterstützt die Schüler beim Ankommen an der neuen Schule und macht die neue Schule besonders erfahrbar. KlassenlehrerInnen und Erzieherinnen betreuen die Klassen in diesen Stunden gemeinsam. Hier ist Zeit und Raum, um als Klassengemeinschaft durch soziales Lernen zu wachsen und auf spielerische Weise Zusammenhalt zu erfahren.

Die SchülerInnen beginnen mit Englisch als erster Fremdsprache.

Die Projektwoche „Ich und meine Schule“ vor den Herbstferien soll den SchülerInnen helfen, weiter in „ihrer“ Schule „Fuß zu fassen“.

In der Jahrgangsstufe 6G wird die „Spielerziehung“ in Form der „Freizeiterziehung“ weitergeführt. Die SchülerInnen wählen sich schulformübergreifend für ein Trimester in unterschiedliche Projekte ein, die zu den Bereichen „sportlich/handwerklich“, „sozial/meditativ“ und „sprachlich/naturbezogen“ gehören. Sie belegen zwei der drei Bereiche. Hinzu kommt ein Trimester Tastaturschulung.

Die Projektwoche der Klassen 6 steht unter dem Thema „Ich und meine Umwelt“. An inner- und außerschulischen Lernorten erleben die SchülerInnen, welche Auswirkungen unsere Lebensweise auf unsere Umwelt hat.

Mit der Jahrgangsstufe 7G beginnt für die SchülerInnen die zweite Fremdsprache. Sie haben die Wahl zwischenFranzösisch, Latein und Spanisch.

Im Zeitfenster vor den Herbstferien findet eine einwöchige Klassenfahrt statt, alternativ eine Skifreizeit im Januar.

In unserer gymnasialen Mittelstufe (Jg. 8 – 10) stärken wir u. a. die politisch-wirtschaftliche sowie gesundheitliche Bildung unserer SchülerInnen und bereiten sie auf die zunehmende Digitalisierung vor.

In der Jahrgangsstufe 8G werden zwei Stunden EDV unterrichtet. Inhaltlich geht es um den Umgang mit dem Internet (rechtl. Grundlagen, Schutzmaßnahmen usw.), Anwendungsprogramme im Bereich Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation sowie um die Erstellung von Bewerbungsunterlagen.

Die Projektwoche steht unter dem Thema: „Ich und die globalisierte Welt“. Zur Stärkung der Medienkompetenz sowie des selbstständigen Arbeitens im Team nimmt der Jahrgang 8G am Bundeswettbewerb zur politischen Bildung teil. SchülerInnen erstellen multimediale Produkte zu gesellschaftlich relevanten Themen.

In der Jahrgangsstufe 9G werden epochal zweistündig „Ökonomisches Handeln“ sowie „Gesundheit und Soziales“ unterrichtet. Diese Unterrichtseinheiten wurden von den Fachbereichen Politik und Wirtschaft und Biologie curricular entwickelt. Sie sind handlungs- und projektorientiert und basieren auf freieren Unterrichtsmethoden. Schwerpunkte dieser Module sind:

„Ökonomisches Handeln“: Umgang mit Geld, Schüler als Konsumenten, Verbraucherschutz, Unternehmensgründung usw.
„Gesundheit und Soziales“: mikrobiologisches Praktikum (Bakterien in der Lebensmittelindustrie), Hygiene, Stressbewältigung, gesunde Bewegung und vieles mehr.

Das bilinguale Angebot wird ebenfalls zweistündig epochal unterrichtet.Der Grundgedanke des bilingualen Konzepts liegt darin, dass die Fremdsprache Englisch nicht mehr nur – wie üblich im Fremdsprachenunterricht – Lerngegenstand ist, sondern selbst zur Kommunikationssprache wird. Diese Module knüpfen inhaltlich an unterschiedliche Sachfächer an, z. B. “English theatre”, “The EU and European politics”, “Chemistry somewhat different” und “Urban geography – design your future city.“. Die SchülerInnen wählen sich in eines der Module ein.

Weitere individuelle Schwerpunkte werden imzweistündigen Wahlpflichtunterricht angeboten, so zum Beispiel die Wahl einer dritten Fremdsprache.

In der Jahrgangsstufe 9 steht die Projektwocheunter dem Thema: „Ich und die Berufswelt“. Es finden Betriebserkundungen, Bewerbungstraining und vieles mehr statt. Direkt nach den Weihnachtsferien findet das betreute zweiwöchige Betriebspraktikum statt.

(Inter)nationale Lernerfahrungenkönnen die Schüler durch die Teilnahme am Frankreichaustausch und an der Rom- bzw. Trier-Fahrt (für die ‚Lateiner‘) sammeln. Ein Austausch mit einer spanischen Schule ist in Planung.

In der Jahrgangsstufe 10G nehmen die SchülerInnen an dem Projekt „sozialgenial“ teil, das unter der Überschrift „Persönlichkeit stärken – Verantwortung übernehmen“ steht. Es handelt sich um eine Initiative der Stiftung „Aktive Bürgerschaft“ (Berlin), die das Ziel hat, ehrenamtliches Engagement zu fördern. „Was kann ich gut, was anderen nutzt?“ – in diesem Sinne planen die SchülerInnen durch die Unterstützung von Ehrenamtlichen ein Projekt, das sie selbst durchführen und anschließend evaluieren.

Die Abschlussfahrt am Ende der Mittelstufe führt die SchülerInnen i. d. R. in eine deutsche Großstadt, die die geschichtlichen sowie politisch-gesellschaftlichen Bedingungen unseres Landes erlebbar macht. Sie findet 5-tägig vor den Herbstferien statt.

„Tage der religiösen Orientierung“ geben den SchülerInnen Raum und Zeit, sich und ihre Lebenswelt in den Blick zu nehmen und sich mit ihrem Lebenssinn auseinanderzusetzen. Spirituelle und religiöse Erfahrungen zu sammeln, das macht diese „Auszeit“ so wertvoll.

Diese besonderen Tage finden im Jahrgang 10G dreitätig im Januar in einer kirchlichen Einrichtung in Osthessen in der Rhön statt.

Zur weiteren Stärkung der Medienkompetenz (vgl. Jahrgang 5 und 8) führen wir das einwöchige Projekt „Medien machen Schule“ durch. Mit der Hilfe von Experten des „Offenen Kanals Kassel“ erstellen die SchülerInnen in Teams 3 – 5minütige TV-Beiträge. Am Ende des Schuljahres erhält das Team mit dem besten Beitrag in einer feierlichen Zeremonie die „Goldene Ursula“.

Wertvolle internationale Lernerfahrungen erwerben die SchülerInnen durch die Teilnahme am europäischen „ERASMUS+“-Projekt: Mit unseren Partnerschulen aus Finnland, Polen, Spanien und Italien arbeiten wir an unterschiedlichen Projektthemen in der Arbeitssprache Englisch zusammen. Dieses jahrgangsübergreifende Angebot steht allen Schülern unserer Schule vom Jahrgang 8 bis Q4 offen (siehe weitere Informationen: „Öffnung der Schule“).

Für weitere Auskünfte oder Fragen wenden Sie sich bitte an die Gymnasialzweigleiterin der Ursulinenschule, Frau Birgit Anders (Tel. 05622 999617, Mail: b.anders@ursulinenschule.de).