Öffnung der Schule

„Je ne parle pas français » – Musik verbindet!  33. deutsch-französischer Austausch an der Ursulinenschule

Oh la la – was war das für eine Woche! Kurz vor Weihnachten waren 41 Neuntklässler Gastgeber für 34 junge Franzosen unserer Partnerschulen Collège St. Michel und St. Joseph in Bourgoin-Jallieu, die unseren Alltag ziemlich auf den Kopf stellten.

In der AG hatten wir uns wochenlang fieberhaft auf den Besuch vorbereitet, um die Gäste mit viel Liebe zu empfangen: Jeder bekam ein kleines Begrüßungsgeschenk: „Weihnachten im Marmeladenglas“, eine aufwendig gestaltete Broschüre, in der zahlreiche wichtige Infos für den Besuch enthalten waren, und wir hatten einen „Bienvenue“-Film gedreht.

Nach einem herzlichen Empfang am Grauen Turm in Fritzlar mit selbst gebastelten Plakaten und den Icebreaker Games am nächsten Morgen in der Schule war die Stimmung sofort gelöst, und es wurde viel zusammen gelacht.

Die Workshops mit der 10köpfigen Schulband unter der Leitung von Lehrer Johannes Fink haben die Stimmung dann richtig angeheizt. Gemeinsam sangen wir „Je ne parle pas français“ von Namika sowie „On écrit sur les murs“ und „Tu m’appelles“ von Adel Tawil. Musik verbindet eben einfach!

Auf dem offiziellen Programm standen außerdem der Empfang beim Bürgermeister im Fritzlarer Rathaus (da interessierte die französischen Gäste besonders die Körpergröße von Herrn Spogat. J), ein Backworkshop im Backhaus Schwarz in Bad Wildungen sowie ein Einblick in die deutsch-deutsche Geschichte: Gemeinsam erlebten wir im Grenzlandmuseum in Duderstadt, was es hieß, bis 1989 im geteilten Deutschland zu leben – sehr interessant für uns alle!

Schön war natürlich, dass wir anschließend noch gemeinsam den Weihnachtsmarkt in Göttingen besuchten. Überhaupt standen natürlich Weihnachtsmärkte auf unserem Freizeitprogramm. Darüber hinaus zeigten wir unseren Partnern die schönen Seiten unserer Region, wie z.B. den Herkules mit Bergpark, den Edersee, und wir vergnügten uns bei sportlichen Aktivitäten:  Bowling, Trampolinhalle oder Eisdisco in Kassel. Auch gemeinsame Spiele- bzw. Raclette-Abende trugen dazu bei, dass die Stimmung richtig toll war.

Bei der „fête d’adieu“ am letzten Tag spürte man das besonders. Nachdem wir die musikalischen Resultate gemeinsam mit der Schulband unseren Eltern präsentiert hatten, begeisterten uns die Franzosen mit ihren Tänzen und vor allen Dingen sehr kreativen Verkleidungen – jetzt wissen wir schon, was auf uns im März in Frankreich bei der Abschiedsparty zukommt!

Auch wenn wir danach das Gefühl hatten, nur noch schlafen zu wollen – es fühlte sich wie die „Ruhe nach dem Sturm“ an -, war es eine „Erfahrung fürs Leben“, selbst für eine Woche Gastgeber eines Menschen zu sein, dessen Sprache man nur bedingt spricht.

Jetzt bereiten wir uns voller Vorfreude auf unseren Besuch in Frankreich vom 24. März bis 02. April vor.

Sofia Rauthe, Lea Werner (beide 9G2) & Frau Anders