Öffnung der Schule

Fiesta statt Siesta

  1. ERASMUS-Konferenz in Montijo/Spanien (Oktober 2018)

Spanien – wohl eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen! Ein Land voller Sonne, Palmen und guter Laune! Einfach mal entspannen, ohne irgendwelchen Verpflichtungen nachgehen zu müssen!

Wir, 10 SchülerInnen der Jahrgänge 9 bis Q3, machten uns im Oktober zusammen mit unseren Lehrern Birgit Anders und Frank Lambert auf den Weg in das populäre Urlaubsland – jedoch nicht, um dort Urlaub zu machen!

Wir waren als „Botschafter“ unserer Schule im Namen von ERASMUS+ unterwegs.

Zusammen mit unseren Partnern aus Spanien, Italien, Finnland und Polen war es unsere Aufgabe, Audioguides zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten der römischen Stadt Mérida in Extremadura an der Grenze zu Portugal zu erstellen. Aber nicht solche langweiligen Audioguides, wie man sie aus jedem x-beliebigen Museum kennt –  nein, unser Ziel war es, vor allem die Jugend anzusprechen und nicht nur Informationen zu vermitteln, sondern Geschichte lebendig werden zu lassen. Plötzlich ist man nicht mehr im 21. Jahrhundert, sondern im 3. Jahrhundert und ist hautnah dabei, wie eine junge Märtyrerin versucht, die Christenverfolgung zu stoppen, oder wie ausgebeutete Arbeiter eine der wichtigsten Brücken für das damalige Spanien bauen. Ziel war es also, wichtige Informationen unterhaltsam zu vermitteln und das in insgesamt sechs Sprachen.

Der Weg zu den fertigen Audioguides war lang. Zuerst besichtigten wir die verschiedenen Sehenswürdigkeiten in Mérida – leider bei Regen, womit natürlich keiner von uns gerechnet hat. Anschließend mussten Informationen recherchiert, Geschichten erfunden und Dialoge geschrieben werden. Abenteuerliche und tragische Szenen entstanden, Stadtbewohner und Adelige kamen zu Wort, um die Audioguides so spannend wie möglich zu gestalten. Aber damit war die Arbeit noch lange nicht getan. Die Texte mussten in die fünf Nationalsprachen übersetzt werden, bevor sie mit Hilfe von Experten, einem Toningenieur und einem Schaupieler, sowie professionellem Equipment aufgenommen werden konnten. Das Schwierigste, aber auch Lustigste war das richtige Einsetzen der Stimme, um der Stimmung und dem Charakter mehr Ausdruck zu verleihen.

In dieser Woche konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln und unsere Fähigkeiten im Bereich Stimme, Selbstbewusstsein, Fremdsprache und Teamfähigkeit verbessern. Wir lernten sogar, uns in der Sprache der Gastgeber ein wenig zurechtzufinden durch einen Sprachkurs, den wir bekamen.

Nach der Schule ging es gleich weiter im Programm. So trafen wir uns alle in einer Bar oder auf einer Farm, um eine typisch spanische Fiesta zu feiern. Es wurde sich unterhalten, getanzt, gelacht und wir haben neue Freunde aus ganz Europa gefunden. Denn wo hat man schon mal die Chance, mit fünf verschiedenen Nationen eine Woche zu verbringen?

Wem jedoch die Musik und das Tanzen zu viel wurde, der konnte im wunderschönen Badajoz bummeln oder in einer Tapas-Bar spanisches Essen probieren. Egal, ob Tortilla, Gazpacho oder Paella, alles war total lecker! Auch unsere Gastfamilien bereiteten jeden Tag lokale fantastische Mahlzeiten zu. So lernten wir einen Teil der spanischen Kultur kennen und wir fühlten uns bereits nach ein paar Tagen wie zu Hause.

Highlight und gleichzeitig der Abschied von Spanien und neu gewonnen Freunden war die Farewell-Party: Es gab einen emotionalen Foto-Rückblick auf die Woche, wir tanzten zu Macarena und dem Fliegerlied, machten unendlich viele Fotos und schufen damit unvergessliche Erinnerungen!

Und dann kam das, was wir alle versuchten hinauszuzögern: der Abschied. Es wurden Tränen vergossen und Versprechen gegeben, dass wir uns irgendwann wiedersehen werden. Schließlich ist kein Abschied für immer, und es war bestimmt nicht das letzte ERASMUS+-Projekt, das wir an unserer Schule haben. Schon jetzt wird das nächste mit vielen neuen tollen Ländern, aber auch alten Bekannten geplant.

ERASMUS – en einzigartiges Erlebnis für alle, die gerne andere Kulturen erleben und neue Menschen kennen lernen!

Leia Beck, Q1 (sowie Justin Iglhaut, 10G3, und Dominika Filipczak, 9G3)