Öffnung der Schule

Ein Tag für die Literatur – Bettina von Arnim

Am 26. 05. 2019 fand bereits zum siebten Mal die Veranstaltung des Hessischen Rundfunks „Ein Tag für die Literatur“ statt. Über 60 Städte und 199 hessische Kultureinrichtungen, darunter auch das Bettina von Arnim Forum der Ursulinenschule, wirkten auch in diesem Jahr an jenem wunderbaren Kulturereignis mit.

So lud das Bettina von Arnim Forum am Donnerstag, den 23.05.2019, nicht nur Schülerinnen und Schüler der zwölften Jahrgangsstufe, sondern auch weitere Literaturinteressente zu einem abwechslungsreichen Vortragsprogramm in den Treffpunkt der Ursulinenschule ein.

Im Zentrum dieser informativen Veranstaltung standen dieses Mal keine eingeladenen Referenten oder Professoren, sondern die Schüler selbst, die mit aufwendigen Ausarbeitungen und Recherchen das Publikum über das Leben und Wirken von Bettina von Arnim aufklärten. Dabei warfen sie ihren Fokus auf Bettina von Arnims Anliegen, gegen den größer werdenden Pauperismus im Berlin des 19. Jahrhunderts anzukämpfen. Vorgestellt wurde vor allem durch die Präsentation Antonia Ritters auch ihr berühmtes und wichtiges Werk „Dieses Buch gehört dem König“, in dem Bettina von Arnim den Machthaber ihrer Zeit kritisierte.

Eröffnet wurde der Vortrag durch den Vorsitzenden des Bettina von Arnim Forums, Herrn Stephan Kolle und Frau Ute Riemenschneider, Tutorin und Deutschlehrerin der vortragenden Schüler. Diese begrüßten die Gäste herzlich und leiteten so in die Veranstaltung ein. In ihren Präsentationen gelang es den Schülern, dem Publikum einen kleinen Einblick in das vielseitige Leben der großen Literatin und Sozialkritikerin zu gewähren.

Hierbei erfuhren die Zuhörer von der Jugend Bettina von Arnims, welche bis zu ihrem 13. Lebensjahr in Fritzlar verbrachte. Dabei habe sie besonders durch ihr Leben und Lernen an der Klosterschule eine christlich-soziale Wertevorstellung erlangt. Nach ihrem Abschluss der Schule und der Heirat mit dem Literaten Achim von Arnim sei dieser plötzlich und unerwartet gestorben, weshalb sie im Jahre 1831 die Werke ihres Mannes publizierte. Dies animierte sie, selbst literarisch tätig zu werden. So trat die junge Autorin in die Fußstapfen ihrer Großmutter Sophie von La Roche, welche die junge Bettina von Arnim zunächst nach dem Tod ihres Vaters betreute und als erste deutsche Schriftstellerin bekannt wurde.

Der Vortrag der Schüler endete damit, dass es den Zuhörern nicht nur möglich war, Fragen im Plenum zu stellen, sondern auch in kleineren Gesprächskreisen bei bereitgestelltem Kaffee und selbst gebackenem Kuchen in Diskurs über die junge und veritable „Sozialreporterin“ zu kommen.

Mit guter Laune und einem breiteren Wissen über Bettina von Arnim endete die interessante und angenehme Veranstaltung um 16.00 Uhr.

Justus Krathge und Jonas-Peter Schwarzenberger