Öffnung der Schule

Frankreichaustausch – Échange franco-allemand 2019

Auch in diesem Schuljahr fand der deutsch-französische Austausch zwischen der Ursulinenschule und den Collèges St. Michel und St. Joseph statt. Nachdem im Februar die französischen Schüler für eine Woche zu Gast in Fritzlar waren, fuhren 38 Schüler mit ihren Lehrerinnen im April zum Gegenbesuch nach Bourgoin-Jallieu.

Hier ein Schülerbericht:

Der Frankreichaustausch – eine aufregende Sache.

Wir waren schon alle sehr gespannt, als es endlich nach Frankreich ging. Zwar kannten wir unsere Austauschpartner (corres) schon, da sie im Februar bereits bei uns in Fritzlar waren. Doch im Rahmen des Austausches nach Frankreich zu fahren war noch einmal eine ganz andere Nummer als in Deutschland, dem Land unserer Muttersprache.

Nach einer zwölfstündigen Fahrt kamen wir erschöpft in Bourgoin-Jallieu an, wurden aber herzlich und verständnisvoll von den Familien empfangen.

Am nächsten Morgen haben wir gleich gelernt, dass Franzosen ohne Teller frühstücken, der erste von einigen kulturellen Unterschieden, die uns im Laufe unseres Aufenthaltes auffielen. Nach dem Frühstück ging es dann nach Saint-Joseph zur Begrüßung durch den dortigen Schulleiter, den ersten Reden und zu einen „deuxième petit déjeuner“ in der Schule.  Etwas, woran man sich beim Essen und zwischendurch gewöhnen musste, war das Wasser aus der Leitung, das die Franzosen trinken. Ein zweiter interkultureller Unterschied, an den man sich jedoch schnell gewöhnte. Danach wurde jeder wach, der noch nicht wach war, denn das offizielle Programm startete dann mit einem sportlichen Vormittag im „Champions Five“, einer großen Multi-Sport-Anlage, in der wir mit unseren Corres Fußball, Badminton oder Squash spielen konnten.  Nach einer kurzen Verabschiedung und dem Plan für den darauffolgenden Tag ging der erste Vormittag schon vorüber, da die Franzosen mittwochs keinen Nachmittagsunterricht haben.

Unser Programm war einfach zu groß, genial und umfangreich, um alles im Detail darzustellen, weshalb ich nur kurz zusammenfassend weitererzähle. Jedoch kann jeder, der Französisch als zweite Fremdsprache nimmt, diese tollen Erfahrungen selber machen. Wir wurden vom  Bürgermeister von Bourgoin-Jallieu begrüßt und haben anschließend die Stadt im Rahmen einer Rallye kennengelernt. Auch sind wir nach Lyon, die drittgrößte Stadt Frankreichs, und nach Annecy,  eine wunderschöne Bergstadt, gefahren. Ein anderer Ausflug führte uns nach Voiron, wo die Kartäusermönche ihren weltberühmten Kräuterlikör, „la Chartreuse“, brennen.

In Frankreich geht die Schule bis 16:40 (außer mittwochs), und so verbrachten wir die Spätnachmittage bzw. die Abende mit unseren Corres und deren  Familien mit interessanten Gesprächen, gemeinsamen Spielen oder Unternehmungen. Der Abschluss fiel uns schwer, aber es musste sein und war irgendwo auch gut. Für uns gab es noch ein Programm mit den Austauschpartnern und eine offizielle Verabschiedung durch den Schulleiter der Schule von Saint-Michel.

Zu sagen bleibt, dass es eine wunderschöne Zeit mit unvergesslichen Erfahrungen war, die  ich jedem nur empfehlen kann, vor allem wegen der neuen Freundschaften, die sich bei einem Austausch entwickeln.

Ein herzlicher Dank gilt den Lehrerinnen Frau Wildner, Frau Erbuth und Frau Stähling für die Organisation und Begleitung dieses Austausches.

–  Jakob Köhler  –