Öffnung der Schule

Deutsch-Kurs der Q4 gestaltet eigene expressionistische Gedichte

Deutsch-Kurs Katrin Möbus der Q4

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit „Lyrik des Expressionismus“ hat der Deutsch-Grundkurs Q4 von Frau Möbus eigene expressionistische Gedichte zu Bildanlässen erstellt. Die tollen Ergebnisse unserer Arbeit möchten wir gern teilen und präsentieren sie hier:

Unsere Bildanlässe von Ludwig Meidner und Jakob Steinhardt:

Entkommen von Felix Wieder

Krach überstürzt mich
Tag, Nacht, Himmel schwarz, brennend hell.
Entflohen aus Bekanntem, ins Unbekannte gefallen.
Augenbrand, Rauch raubt Atem,
Zerstörung verfolgt, führt ins Verderben.
Entkommen
Mir selbst.

Todesflucht  von Marvin Kuß

Unbegreiflicher die Stadt nie war.
Rot-gelbes Feuer verbrennt Menschenstahl.
Alles Gestank, den Tieren gleich.
Lärm, Krach durchdringt den Alltag.
Menschen zerbrechen, wenden sich ab.
Suchen Flucht, finden Tod.

Leere Stadt von Sophie von der Ohe, Anna Schaumlöffel und Elisabeth Brosig

Unruhige Straßen, Hetzmenschen.
Aus den Fenstern schreit
Tod.
Wände dünner Papier.
Nacht durchdrängt Stadt.
Laternensterne vergilben leere Gesichter.
Kriechender Mond schwärzt Betten
Dunkel.

ENDE von Johanna Lattmann und Leoni Müller

Feuer fließt vom Himmel
Überschwemmt den schwarzgelben Mond. Wie
Käfer kriechen sie
Einstürzende Hochhäuser
Zerquetscht.
Rußwolken küssen das Dächermeer
Ersticken die Stadt.
ANFANG

Himmelstod von Filip Dorau und Jonas Werner

Nacht erhellt grelllodernde Flammen
Lautes Ächzen Knarzen
Köpfe platzen Seifenblasen
Rauch erstreckt sich dunkler Schleier
Reißt den Himmel
Tiefe!

Titellos von Michel Leithäuser und Fabio da Silva

Rote Flammen fallen.
Hausgesichter hell erleuchtet.
Krach schreit vor Angst.
Stadt gemeutert.
Normalität der Depression.
Totalität der Rebellion.
Laut schreiende Stimmen, Gassengebrülle,
Feuer löscht Köpfe, verbrannte Idylle. 

Volle Hütte von Johannes Paul, Adrian Lotter und David Hohmann

Enge breitet sich in der Hütte aus,
Plagen spielen mit Äpfeln, essen Augen.
Zitternde Luft macht sich bemerkbar.

Ach –

Schall streut den Raum.
Quietschende Bälger werden übertönt.
Es wird ganz warm ums Herz.
Ach, schön.
Kalt erwischt es die Hitze.
Außen scheint es lichterloh.
Geruch des süßen Todes übertönt knisternde Stimmen.
Ach, wie herrlich!

Ich von Madleen Knieling, Adrian Herdt und Daniel Mertling

Dunkle Stadt.
Menschenmassen überfluten
Lichter.
Wissen wer ich bin.
Niemand kennt mich.
Leidbürger.

Schwarz von Emma Feldbusch

Schwitzende Silhouetten
Stürzen schreiend.
Steile Spalten.
Schwarzer Smog
Steigt.