Schulleben

Adventsgottesdienst 2018

Ansprache von Frau Ramisch:

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Alle Jahre wieder! Vorfreude auf die Adventszeit – und jedes Jahr fasst man wieder Vorsätze: Dieses Mal gestalte ich mir die Adventszeit besinnlicher, nehme mir mehr Zeit und Muße, um das Fest in aller Ruhe vorzubereiten. Und dann doch – Hektik, zusätzliche Termine, Adventsbasar und gefühlter Stress. In den letzten Tagen fiel mir wieder ein Büchlein in die Hände: Ein Adventskalender, der Titel bezeichnend: Anti-Stress-Adventskalender. Es ist beruhigend zu sehen, dass zu diesem Thema ein Buch existiert, denn das bedeutet, dass es anderen ähnlich ergeht.

Also nahm ich mir die Zeit, in diesem Anti-Stress-Adventskalender zu blättern und ich nahm mir Zeit zu lesen. Ein Mehrzeiler von Stephan Weiler weckte mein Interesse:

Der Titel – Trotz(t)dem
Gottes Sohn wird in Bethlehem geboren.
Die Verhältnisse: ärmlich!
Die Umstände: erbärmlich!
Die Aussichten: schmählich!
Die Geburt: trotz(t)dem!
Die Botschaft: wegweisend!
Trotz(t)dem!

Ist diese christliche Botschaft auch heute im Jahr 2018 noch wegweisend?

Gott weist unseren Weg auf jene, die ausgegrenzt, benachteiligt sind; die Arbeitslosen, die Pflegebedürftigen, die Kranken, die Hilfsbedürftigen, auf die, die ohne Zukunft sind.

Die Weihnachtsbotschaft verkündet, dass Gott Mensch wird und er uns Menschen – in unserer Schwachheit – annimmt, damit wir uns selbst und die anderen Menschen annehmen können.

Haben wir uns selbst und der anderen angenommen?

Ich denke JA!
Trotz(t)dem!

Trotz Alltagsstress haben wir uns für andere eingesetzt oder mit einem aufmunternden Wort den anderen angenommen – sind so Licht für andere geworden.

Trotz gefühlter, gestiegener zusätzlicher Belastung haben wir es geschafft, uns als Schulgemeinde für Hilfsbedürftige einzusetzen, beispielsweise mit dem „Spendenlauf“ anlässlich des Ursulatages, mit dem Erlös des „adventlichen Lichterzaubers“ und der „weihnachtlichen Backstube“ beim Weihnachtsmarkt in Fritzlar.

Im Nachhinein und mit dem Wissen, dass wir unsere Patenschule in Miramar, das Kinderhospiz in Kassel und auch Projekte für unsere Schule durch diese Veranstaltungen finanziell unterstützen konnten, ist der entstandene Stress schon längst verflogen.

Und ich bin zuversichtlich, dass wir uns auch bei zukünftigen Entscheidungsprozessen wieder entsprechend der christlichen, wegweisenden Botschaft verhalten werden.

Versuchen wir also, mit unseren Möglichkeiten ein Umfeld zu schaffen, indem:

Die Verhältnisse: geordnet!
Die Umstände: freudig!
Die Aussichten: vielversprechend!

Sind – und

Die weihnachtliche Botschaft: wegweisend!

Ich wünsche euch und euren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein zufriedenes Jahr 2019
und  erholsame Ferien!