"Haltet euch an den alten Weg und lebt ein neues Leben"

— Angela Merici

Tradition

Ansprache von Frau Ramisch

Liebe Schulgemeinde!

Weihnachten – was verbinden wir mit diesem Begriff? Sind es nur die Geschenke am Weihnachtsfest? Wissen wir, welche christlichen Aussagen die Weihnachtsbotschaft ausmachen? Welche innere Haltung verbinden wir mit Weihnachten?

Stephan Weiler betitelt seine Gedanken zu „Weihnachten“ mit:

Wiege der Hoffnung

 Ich kann ja doch nichts ändern

an den bestehenden Gesellschaftsstrukturen,

an den gegebenen Armutszuständen,

an den zementierten Herrschaftsmonopolen,

an den verlogenen Sonntagsreden.

 

Ich kann nur hoffen

auf gleichberechtigtes Zusammenleben aller,

auf menschlichen Reichtum,

auf geschwisterliches Miteinander,

auf liebevollen Dialog.

 Meine Hoffnung hat eine Wiege:

Bethlehem.

Diese Hoffnung, die vom Stall in Betlehem, vom hilflosen Kind in der Krippe ausgeht, lebt seit mehr als 2000 Jahren.

Diese Wiege unseres christlichen Ursprungs ist begründet auf dem Glauben an den Friedensfürst von Betlehem, der die Welt menschlicher macht. Das Kind in der Krippe führt uns zum Ursprung, der Wiege in Bethlehem, aus der alles Leben stammt und alle Kraft zu einem Neuanfang.

Bethlehem und somit Weihnachten bedeutet Hoffnung:

Ich brauche nicht mehr vor den schier übermenschlichen Aufgaben unserer Zeit zurückzuschrecken, sondern kann – im Vertrauen auf Gott – kleine Schritte gehen, um meine „kleine Welt“ menschlicher und liebenswerter zu gestalten.

Ich brauche nicht zu resignieren vor dem Unfrieden. Grenzen sind nicht so endgültig wie sie erscheinen.

Gott sei Dank durften wir dieses Jahr zum 25. Mal den Fall der Mauer feiern. Versöhnung und Vergebung sind stärker als Hass und Mauern; der Friede ist mächtiger, die Liebe bleibender!

Das lehrt uns die Botschaft der Weihnacht!

Liebe Schulgemeinde,

ich wünsche uns, dass die Hoffnung von Bethlehem, die von der Geburt Jesu Christi ausgeht, durch den die Liebe menschliche Gestalt annimmt, uns immer wieder aufs Neue die Hoffnung und die Kraft zu einem Neuanfang gibt,

um die Welt – zumindest unsere kleine Welt –

ein wenig heller, versöhnlicher und menschlicher werden zu lassen.

Ich wünsche Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest, ein gesundes und zufriedenes neues Jahr und – ab sofort erholsame Ferien!

 

Siegerehrung der Klassen 5 (Kirchenrallye)