"Haltet euch an den alten Weg und lebt ein neues Leben"

— Angela Merici

Tradition

TannenbaumWeihnachten – ein Kind setzt alles in Bewegung

Das Weihnachtsfest naht. Eine hektische, betriebsame Unruhe breitet sich überall aus. Alle haben noch so viel zu tun. Sie eilen in die übervollen Einkaufszentren. Hier wird uns von Medienkonzernen eingeredet: „Weihnachten wird unter dem Weihnachtsbaum entschieden“.

Nein! Weihnachten wurde vor mehr als 2000 Jahren in der Krippe von Bethlehem entschieden: Gott macht seinen Sohn der ganzen Welt zum Geschenk, als Kind in der Krippe.

Nicht wenige Leute sagen heute: Das bringt doch nichts, das kannst du vergessen. Hat Gott vielleicht etwas falsch gemacht? Was würden wir meinen, wie man heutzutage sein Kommen organisieren müsste? Etwa wie eine Prinzenhochzeit, die Eröffnung einer Fußballweltmeisterschaft oder ein sonstiges Großereignis?

Nichts von alledem. Gott kommt nicht als Superstar, als strahlender Held, als Publikumsmagnet. Er kommt in unsere trostlose Welt als ein Kind, ausgerechnet als ein armes, hilfsbedürftiges, machtloses Kind. Warum nur? Damit wir keine Angst mehr vor Gott haben? Damit wir uns an ihn herantrauen? Damit er unser Herz anrühren kann?

Ja, beim Anblick eines kleinen hilflosen Wesens öffnen wir uns, öffnen wir unser Herz und zeigen welcher Liebe wir fähig sind.

Deshalb: Gott hat nichts falsch gemacht!

An Weihnachten bekommt diese Liebe – jedes Mal aufs Neue – ein menschliches Gesicht eines kleinen Kindes, das uns anlächelt.

Nehmen wir das Kind in der Krippe als bedingungsloses Geschenk an und sagen: Ein Segen, dass du gekommen bist. Du bringst jährlich alles wieder in Bewegung, die fehlende Liebe und die verlorene Hoffnung für die Welt.

 Liebe Schüler, liebe Kollegen!

Ich wünsche uns allen, dass wir auch zukünftig gegenseitig in der Schulgemeinschaft in jedem das Antlitz Gottes sehen und ihm die nötige Güte und Liebe schenken, wobei Liebe schenken auch Grenzen setzen bedeutet, um im Kleinen dieser Welt ein Zeichen für Frieden und Hoffnung zu setzen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein besinnliches, frohes Weihnachtsfest sowie ein friedliches, gesundes und hoffnungsvolles Jahr 2014 – und natürlich erholsame Ferien!