Schulleben

Ansprache Frau Ramisch

Endlich Ferien!

Keine Hektik, kein Stress, kein eiliges Hasten – diese Gedanken haben wir wohl heute alle.

Vielleicht sollten wir in der Ferienzeit mal die Perspektive der Schnecke einnehmen: die Langsamkeit und die Größe bzw. Winzigkeit bewusst wahrnehmen!

Die Schnecke ist der stille Protest gegen das Diktat der Geschwindigkeit, gegen alle Hektik und Hast, gegen den viel zu schnellen Fortschritt des Alltags.

Die Schnecke ist langsam, klein und weich. Diese Eigenschaften sind in unserer Gesellschaft heutzutage nicht gefragt. Schnelligkeit, Größe und Härte sind in.

Doch von der Schnecke können wir Eiligen und Hektischen eine andere Gangart lernen:

  • Gemach, gemach – langsamer werden
  • Besinnen und Beginnen – bedächtig gehen
  • Die Fühler ausstrecken – empfindlich werden
  • Unterwegs und immer zu Haus – behaust sein, d.h. im Inneren ruhen.

Aufgrund ihrer geringen Größe muss die Schnecke den Blick nach oben richten und aus dieser Schneckenperspektive würde auch uns bewusstwerden, dass wir im Weltengetriebe nur ein kleines Rädchen sind. Einzigartig, aber doch nicht der Mittelpunkt der Welt, um den sich alles drehen muss.

Ich wünsche uns allen eine erholsame Ferienzeit und vielleicht schaffen wir es aus der Schneckenperspektive heraus einen Gang herunter zu schalten, langsamer zu werden, um z. B. die Blume am Wegesrand oder den Mitmenschen bewusster wahrzunehmen und zu der Erkenntnis zu kommen, dass sich die Welt nicht ständig um uns drehen muss.

In jedem Fall habt ihr Gottes Segen mit auf euren Ferienweg bekommen, sodass wir uns Ende August hier gesund und fröhlich wiedersehen. Erholsame und sonnige Ferien!